Umstrittene Observanz
Die Zisterzienser im frühneuzeitlichen Corpus helveticum
Abstract
Im Hochmittelalter als Reformorden gegründet, fanden die Zisterzienser in der Forschung zum frühneuzeitlichen Katholizismus bisher wenig Beachtung. Am Beispiel der Klöster St. Urban und Wettingen zeigt Lukas Camenzind auf, dass sich die Zisterzienser im konfessionellen Zeitalter geschickt an die neuen politischen und religiösen Verhältnisse anpassten. Durch weitgespannte Netzwerke, einen flexiblen Umgang mit Observanz und überraschend pragmatisches politisches Handeln gelang es den Äbten und Mönchen, in einem von Konfessionskonflikten geprägten Raum ihre Eigenständigkeit zu behaupten und einen Ausgleich mit der römischen Kurie zu finden. Die eigentümliche Symbiose von religiöser Erneuerung und korporativem Eigensinn steht beispielhaft für die innere Vielfalt des frühneuzeitlichen Katholizismus.
Keywords
Zisterzienser; Katholizismus; Kloster St. Urban; Kloster Wettingen; Konfessionelles Zeitalter; Politik und KircheDOI
10.7788/9783412533465ISBN
9783412533465, 9783412533465, 9783412533458Publisher
BrillPublisher website
https://brill.com/Publication date and place
Köln, Weimar, 2025Imprint
BöhlauSeries
Kulturen des Christentums/Cultures of Christianity, Band 004Classification
Social and cultural history
Roman Catholicism, Roman Catholic Church
Religious communities and monasticism


Download
Web Shop