Ruinen der Erinnerung : Die Suche nach der österreichischen Trümmerfrau
Abstract
The so-called “rubble women” have become a fixture in the memory politics of the immediate post-war period: armed with shovels, aprons, and headscarves, they cleared the streets of the federal capital Vienna of the rubble of war—at least according to the popular narrative. In reality, however, it was primarily former Nazis who had been conscripted into forced labor who did the vast majority of the manual rubble clearance work. This book focuses on how this legally mandated penitential labor
subsequently gave rise to a specifically Austrian “rubble women”
myth. Die so genannten „Trümmerfrauen“ sind zu einem erinnerungspolitischen Fixpunkt der Darstellung der unmittelbaren Nachkriegszeit geworden: Mit Schaufel, Schürze und Kopftuch befreiten sie die Straßen der Bundeshauptstadt Wien vom Schutt des Krieges - so zumindest die populäre Erzählung. Tatsächlich waren es aber in erster Linie zwangsverpflichtete ehemalige Nationalsozialist:innen, die den absoluten Großteil der manuellen Trümmerarbeit verrichtet haben. Wie aus dieser gesetzlich verordneten Sühnearbeit in
weiterer Folge ein spezifisch österreichischer „Trümmerfrauen“- Mythos entstehen konnte, steht im Mittelpunkt dieses Buches.

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