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dc.contributor.authorRauch, Raphael
dc.date.accessioned2026-03-02T11:20:55Z
dc.date.available2026-03-02T11:20:55Z
dc.date.issued2018
dc.identifier.urihttps://oapen-dev.siscern.org/handle/20.500.12657/108702
dc.languageGerman
dc.relation.ispartofseriesReligiöse Kulturen im Europa der Neuzeit
dc.subject.classificationthema EDItEUR::N History and Archaeology::NH History
dc.subject.otherIntegration
dc.subject.otherJuden
dc.subject.otherFernsehen
dc.subject.otherDeutschland
dc.subject.otherZeitgeschichte
dc.subject.otherUmgang mit Nationalsozialismus
dc.subject.otherVisuelle Medien
dc.title»Visuelle Integration«?
dc.title.alternativeJuden in westdeutschen Fernsehserien nach »Holocaust«
dc.typebook
oapen.abstract.otherlanguageDie amerikanische Serie TV-Serie Holocaust wurde im Januar 1979 in Deutschland ausgestrahlt und hatte eine damals nicht vorstellbare Wirkung. Über 20 Millionen Menschen sahen das Medienereignis und wurden so intensiv und emotional enorm berührend mit dem nationalsozialistischen Massenmord konfrontiert. Die Ausstrahlung von Holocaust gilt als erinnerungsgeschichtliche Zäsur und Meilenstein in der Aufarbeitung der NS-Gräuel. Der Begriff Holocaust wurde 1979 »Wort des Jahres« und gab jenem Verbrechen, das Winston Churchill noch »crime without a name« bezeichnete, einen Namen. Lange Zeit hatten die Deutschen noch unreflektiert in der nationalsozialistischen Terminologie von der »Endlösung« gesprochen. Der Erfolg der amerikanischen Holocaust-Produktion ermutigte deutsche Rundfunkanstalten, eigene Serien zum Dritten Reich in Auftrag zu geben. Sie hatten eine »visuelle Integration« jüdischer Figuren zum Ziel. Darunter verstand der Schriftsteller Wolfdietrich Schnurre ein gesellschaftspolitisches Anliegen: Durch das Sichtbarmachen jüdischer Kultur im Fernsehen sollte diese nicht nur ins Fernsehen, sondern auch in das Bewusstsein der bundesrepublikanischen Gesellschaft gerückt werden. Ausgehend vom gesellschaftspädagogischen Auftrag und Selbstverständnis des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zeigt diese Studie, wie das normative Anliegen der »visuellen Integration« in den erinnerungspolitisch aufgeladenen 1980er-Jahren im Spannungsfeld von Aufklärungswillen und Geschichtsvergessenheit nur bedingt erreicht wurde. Als Fallbeispiele dienen Soll und Haben, Holocaust, Ein Stück Himmel, Heimat, Levin und Gutman sowie Kir Royal.
oapen.identifier.doi10.13109/9783666310485
oapen.relation.isPublishedBy99f69d33-d922-4714-954e-df33c16d5198
oapen.relation.isbn9783666310485
oapen.series.numberBand
oapen.pages458
oapen.place.publicationGöttingen


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