Lesen lernen im Nationalsozialismus
Theoriekonzepte - Kindheitsbilder - Bildungspolitik
Author(s)
Straube-Heinze, Kristin
Heinze, Carsten
Language
GermanAbstract
Das Lesenlernen im Nationalsozialismus wird aufgrund einer vordergründig stilisierten Fibel-Idylle des »unschuldigen Kindes« gemeinhin in der Bedeutung für die »völkische Erziehung« unterschätzt. Die Rekonstruktion des komplexen kontextuellen Bedingungszusammenhangs der Fibel-Gestaltung und -Produktion im »Dritten Reich« zeigt, dass dem Lesenlernen eine wesentliche Funktion bei der ideologischen Formierung des »deutschen Kindes« zukam. Diese folgte konzeptionell dem Prinzip der kindgemäßen Vermittlung einer fraglosen Anerkennung der »Volksgemeinschaft« als positiv erlebbare Zugehörigkeitsordnung, verbunden mit der Vorbereitung und Anbahnung gewaltförmigen Handelns.
Keywords
School Book; Schulbuch; Nationalsozialismus; National Socialism; Lesenlernen; Childhood Research; Lesen; Acquisition of Written Language; Kindheitsforschung; Violence; Schriftspracherwerb; Fibel; Gewalt; Educational Policy; Publishing; Bildungspolitik; Teaching Research; National Community; Verlagswesen; Unterrichtsforschung; Ministry of Education; Volksgemeinschaft; National Socialist Teachers' Association; Reichserziehungsministerium; Philipp Bouhler; Nationalsozialistischer Lehrerbund; 2. World War; Childhood Myth; Racism; 2. Weltkrieg; Bayreuth Guidelines; Kindheitsmythos; Cultural History; Rassismus; Education; Bayreuther Richtlinien; Kulturgeschichte; History of Education; Theory of Education; Bildung; Bildungsgeschichte; Educational Research; Pedagogy; Bildungstheorie; Bildungsforschung; PädagogikDOI
10.14361/9783839452554ISBN
9783839452554, 9783839452554, 9783837652550Publisher
transcript VerlagPublisher website
https://www.transcript-verlag.de/Publication date and place
2021Imprint
transcriptSeries
Pädagogik,Classification
History of education
Philosophy and theory of education


Download