Ruinen der Erinnerung
Die Suche nach der österreichischen Trümmerfrau
Abstract
Die so genannten „Trümmerfrauen“ sind zu einem erinnerungspolitischen Fixpunkt der Darstellung der unmittelbaren Nachkriegszeit geworden: Mit Schaufel, Schürze und Kopftuch befreiten sie die Straßen der Bundeshauptstadt Wien vom Schutt des Krieges - so zumindest die populäre Erzählung. Tatsächlich waren es aber in erster Linie zwangsverpflichtete ehemalige Nationalsozialist:innen, die den absoluten Großteil der manuellen Trümmerarbeit verrichtet haben. Wie aus dieser gesetzlich verordneten Sühnearbeit in weiterer Folge ein spezifisch österreichischer „Trümmerfrauen“-Mythos entstehen konnte, steht im Mittelpunkt dieses Buches. Martin Tschiggerl verortet die Geburt der österreichischen „Trümmerfrau“ in den späten 1980er Jahren als eine Re-Aktualisierung der „Opferthese“ unter neuen Vorzeichen.
Keywords
Erinnerungskultur; 1945; NSDAPDOI
10.7767/9783205222699ISBN
9783205222699, 9783205222699, 9783205222682Publisher
BrillPublisher website
https://brill.com/Publication date and place
Wien, 2025Imprint
BöhlauSeries
Böhlaus Zeitgeschichtliche Bibliothek, Band 044Classification
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